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Das kooperative Promotionsprogramm „Klimaplastischer Naturschutz”

Weltweit bewirken globale Veränderungen von Klima und Landnutzung einen dramatischen Wandel ökologischer Systeme. Da dies zu einem Wandel der biologischen Vielfalt führt, ist es eine dringliche Aufgabe des Naturschutzes, diesen Wandel zu begleiten und die Widerstands– und Anpassungsfähigkeit von Ökosystemen zu fördern. Im Jahre 2009 wurde das kooperative Promotionsprogramm Klimaplastischer Naturschutz an der Universität Potsdam und der Hochschule für nachhaltige Entwicklung (FH) Eberswalde gestartet. Es hat zum Ziel, nachhaltige Konzepte und Strategien zu erforschen und zu entwickeln, die einen modernen Naturschutz unter den Bedingungen des beschleunigten Umweltwandels gewährleisten. Das Promotionsprogramm ist in die Potsdam Graduate School (PoGS) integriert. Die PoGS bietet ein Netzwerk für PhD und Promotionsprogramme aller Fakultäten der Universität Potsdam, unterstützt sie bei der Einhaltung von definierten Qualitätsstandards und bietet interdisziplinäre Kurse an.

Das Promotionsprogramm wird durch die Universität Potsdam, die Hochschule für nachhaltige Entwicklung (FH) Eberswalde und durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur sowie aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landes Brandenburg finanziert.

Was ist klimaplastischer Naturschutz?

Ein Klimaplastischer Naturschutz mindert, begleitet und/oder steuert unvermeidbare klimawandelbedingte Zustandsänderungen der von der Gesellschaft als schutzwürdig befundenen biologischen bzw. ökologischen Zielsysteme. Wichtigste Aufgaben des klimaplastischen Naturschutzes sind der Erhalt der Biodiversität, der ökosystemaren Dienstleistungen und der damit verbundenen positiven Rückwirkungen auf das Klimasystem im Hinblick auf plausible und relevante (klimatische) Zukünfte. Diese Zukünfte werden proaktiv und präventiv in die Konzeption und Anwendung heutiger Strategien einbezogen. Anzustrebende Zustände von Zielsystemen sind nicht statisch, sondern müssen adaptiv festgelegt werden. Klimaplastischer Naturschutz begreift die Folgen des globalen Klimawandels als zentrale Herausforderung für die Sicherung der Lebensqualität jetziger und zukünftiger Generationen.

Das Promotionsprogramm

Mit dem kooperativen Promotionsprogramm Klimaplastischer Naturschutz wird ein inhaltlicher Rahmen für einen Austausch verschiedener Forschungsprojekte und eine koordinierte Ausbildung von Nachwuchswissenschaftlern im Bereich „Erhaltung der Biodiversität unter den Bedingungen des beschleunigten Umweltwandels” konzipiert und implementiert. Die Dissertationsprojekte werden in enger Vernetzung der beteiligten Hochschulen und Institute durchgeführt. Zusätzlich werden die Doktoranden durch ein begleitendes Curriculum sowohl fachlich als auch in berufsqualifizierenden Schlüsselkompetenzen geschult.

Nachwuchsforschung „Regionale Anpassungsstrategie an den beschleunigten Klimawandel“

Im kooperativen Promotionsprogramm integriert ist die Nachwuchsforschergruppe „Regionale Anpassungsstrategie an den beschleunigten Klimawandel – Ökosystemare Dienstleistungen / Biodiversität“. Die Nachwuchsforschergruppe bietet vom 03/2009 bis 12/2011 vier Doktorandinnen und Doktoranden die Möglichkeit zur koordinierten Ausbildung im Bereich Adaptationsstrategien.